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Die Seele berühren

Körpertheropeutin Martina Stegner arbeitet mit dem Kraniosacralen System ...

Mit immer größer werdender Aufmerksamkeit verfolgt die Öffentlichkeit Entwicklungen auf dem Gebiet der Alternativen Medizin. Kraniosacrale Therapie, Biodynamische Massage oder Biodynamische Körpertherapie sind in unseren Breiten noch weitgehend unbekannte Behandlungsformen. Als Martina Stegner, damals schwer erkrankt, kraniosakrale Körpertherapie kennenlernte, war es für sie eine Offenbarung. Heute verfügt die ehemalige medizi nisch-technische Radiologie-Assistentin an der Universität Homburg über ein umfassendes Wissen auf diesen Gebieten und leitet in Pirmasens eine Praxis für Integrative biodynamische Körperpsychotherapie, kraniosacrale Osteopathie und biodynamische Massage.

Wie die junge Körpertherapeutin und Heilpraktikerin erklärt, ist Kraniosacrale Therapie eine sanfte Form der Chirotherapie beziehungsweise Osteopathie. Sie ist eine sehr feine und tiefgehende Körperarbeit. Mit Hilfe von leichtem Zug und Druck an Knochen und Membranen werden Einschränkungen des kraniosakralen Systems erspürt und gelöst. Dieses System befindet sich im Zentrum des Körpers. Es umfaßt unter anderem die Strukturen des Cranium (Schädel), der Wirbelsäule und des Sacrum (Kreuzbein) und beeinflußt und steuert die grundlegenden psycho-physiologischen Abläufe in unserem Körper. Gerät dieses System aus dem Gleichgewicht, werden Gehirn und Rückenmark in Mitleidenschaft gezogen. Es kommt zu Symptomen körperlicher oder seelischer Art. Durch feinfühlige, präzise Arbeit am Kopf, Wirbelsäule, am Kreuzbein und am Bindegewebe des Körpers kann man die Behinderungen in diesem System auflösen. Eine kraniosacrale Behandlung ist Arbeit an Körper und Seele. Vereinfacht gesagt, können im Körpergewebe „gespeicherte" Verletzungen und Traumata und die damit in Verbindung stehenden Gefühle und Empfindungen thematisiert und letztendlich verarbeitet werden. Denn nicht nur in unserem Gehirn werden Erfahrungen gespeichert, sondern auch in jeder Zelle. Anstoß für die Entwicklung dieser Behandlungsmethode war, Anfang des 20. Jahrhunderts, die Entdeckung des kraniosacralen Rhythmus durch den amerikanischen Osteopathen Sutherland. Sein Kollege Dr. John Upledger schließlich, entwickelte die Körpertherapie zu einer ganzheitlichen Behandlungsmethode. Der kraniosacrale Rhythmus hat etwa acht bis zwölf Zyklen pro Minute. Wie Atem und Herzschlag ist er mit den Händen zu spüren. So kann man erfühlen, ob er eingeschränkt, stark oder schwach ist. Bestimmte Grifftechniken helfen bei der Regulierung. Dadurch werden Selbstheilungskräfte angeregt, der kraniosakrale Puls kann sich wieder ungehindert ausdehnen. Der Körper wird harmonisiert. Anwendung findet die Methode unter anderem bei Asthma, Kopfschmerzen und Migräne, Rückenschmerzen, Athrose, Rheuma, Menstruationsbeschwerden, chronischen Schmerzzuständen, Schwangerschaftsproblemen, seelischen Störungen, Unfall- und Schockerlebnisfolgen.

Diese Erkenntnisse nutzt die Biodynamische Massage nach Gerda Boyesen auf. Eine Therapieform, die hilft das eigene innere Wesen wiederzufinden. Durch die Massage wird die „Psychoperistaltik" angeregt, was meint durch Streß oder Schreck aufgebaute psychische Blockierungen werden aufgelöst und die Person erhält neue Lebensenergie.

Die Biodynamische Körperpsychotherapie schließlich, baut auf den vorangegangen Behandlungsarten auf. Dabei handelt es sich um eine tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapieform, bei der das therapeutische Gespräch mit Körperarbeit kreativ verbunden wird. Es geht hauptsächlich um die Wahrnehmung des ganzen körperlichen und emotionalen Bereiches und um die emotionale Entladung und Integration verdrängter nicht gelebter Gefühle. „Durch Aufmerksamkeit, Atem, Berührung und emotionalem Ausdruck wird im Zusammenwirken zwischen Person und Therapeut eine tiefgreifende Reise ins Innere des Körpers und des Wesen unternommen", erklärt Martina Stegner, „es findet im Laufe der Zeit eine Umprogrammierung der alten Zellstrukturen statt. Der Körper kann wieder spontaner pulsieren und seinen eigenen Rhythmus finden. Man fühlt sich nicht mehr als Opfer der Vergangenheit, sondern übernimmt die Regie über sein Heute, um bewußt und intensiv sich dem Tanz des Lebens hinzugeben."

Körpertherapeutin und Heilpraktikerin Martina Stegner aus Pirmasens.

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